Vier Einheiten im Verein, dazu ein Spiel — und trotzdem entwickelt sich deine Athletik nicht. Das ist kein Vorwurf an deinen Trainer: Mannschaftstraining ist für Technik, Taktik und Spielformen gebaut. Kraft, Schnelligkeit und Belastbarkeit brauchen eigene Reize. Die bekommst du in der Saison nirgends geschenkt.
August bis Dezember: die längste Phase der Saison — und die, in der Athletik als Erstes hinten runterfällt.
Jedes Wochenende ein Spiel, dazwischen Vereinstraining, gelegentlich englische Wochen. Athletik ist das Erste, was gestrichen wird — weil sie sich am leichtesten streichen lässt.
Was im Sommer aufgebaut wurde, hält nur, solange es gefordert wird. Spiele fordern — aber sie entwickeln nicht. Kraft und Explosivität brauchen einen eigenen Reiz, sonst sinken sie über die Monate ab.
Drei bis vier Wochen im Dezember und Januar reichen, um zu erhalten. Für echten Aufbau sind sie zu kurz. Wer erst dann anfängt, geht mit demselben Stand in die Rückrunde, mit dem er die Hinrunde beendet hat.
In der Saison ist die richtige Dosis nicht für alle gleich. Sie hängt davon ab, wie viel du spielst.
In der Saison entscheidet nicht der Umfang über den Fortschritt, sondern die Platzierung und die Qualität der Reize.
Am Spieltag geht dein Körper an sein Maximaltempo. Wenn er das unter der Woche nie erlebt, trifft ihn diese Intensität zum ersten Mal im Zweikampf — genau dort, wo Sprintverletzungen entstehen. Ein kurzer, sauberer Sprintreiz pro Woche hält den Körper auf diese Intensität vorbereitet.
Wenige, hochwertige Wiederholungen mit langen Pausen. Diese Reize bauen Kapazität auf und kosten trotzdem kaum Frische, weil das Gesamtvolumen niedrig bleibt. Genau deshalb funktionieren sie mitten in der Saison.
Statt einer langen Einheit mehrere kurze über die Woche verteilt. Das passt in volle Kalender, hält die Ermüdung flach und macht das Training planbar — auch wenn eine englische Woche dazwischenkommt.
Es heißt nicht, unnötiges Zeug zu machen, nur um es gemacht zu haben. Es heißt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und genau das zu tun, was wirklich wirkt — in der richtigen Dosis. Wie viel das bei dir ist, sage ich dir aus Erfahrung und mit objektiven Daten.
Fast jede Diskussion über Training in der Saison dreht sich um Überlastung. Der häufigere Fehler ist der andere: Der Körper bekommt monatelang keinen Reiz, auf den er sich vorbereiten müsste — und ist dann im entscheidenden Moment nicht bereit. Zu wenig ist genauso ein Fehler wie zu viel. Mein Ansatz ist konservativ, aber nicht zurückhaltend: die kleinstmögliche Dosis, die noch wirkt, konsequent über die gesamte Hinrunde.
Vereinfachte Darstellung. Die tatsächliche Verteilung hängt von Spielrhythmus, Alter, Einsatzminuten und Vorbelastung ab — und wird auf deinen Vereinskalender abgestimmt.
Für alle, die gesund sind, ist Krafttraining in der Saison zuerst eine Schutzmaßnahme. Ein belastbarer Körper hält Zweikämpfe, Richtungswechsel und Sprints besser aus — das ist der unspektakulärste und zugleich stärkste Grund, warum Athletik in der Saison nicht wegfallen darf.
Und wenn doch etwas passiert ist: Schmerzfrei bedeutet nicht wettkampffähig. Die Rückkehr läuft über Stufen — von der kontrollierten Einzelbelastung über Teile des Mannschaftstrainings bis zum vollen Training mit Zweikampf. Jede Stufe wird geplant, periodisiert und individuell angepasst.
Freigegeben wird nicht nach Gefühl, sondern nach Messwerten: Seitenunterschiede, Kraftwerte, Sprung- und Sprintqualität. Die Leistungsdiagnostik ist dabei das Werkzeug, das die Entscheidung trägt.
Alle Leistungen sind mitten in der Saison buchbar. Die Diagnostik ist der empfohlene Einstieg — sie bestimmt die Dosis.
90 Minuten: Sprint, Sprungkraft, Bewegungsscreening. Mitten in der Saison zeigt sie, wie viel Belastung dein aktueller Stand verträgt — und ist zugleich das Werkzeug für Freigaben nach einer Verletzung.
In der Saison reicht meist eine Einheit pro Woche. Der Termin wird bewusst um deinen Spieltag gelegt — früh genug, dass am Wochenende nichts fehlt.
Der Plan folgt deinem Spielkalender. Kommt eine englische Woche oder fällt ein Spiel aus, wird die Woche angepasst statt stur abgearbeitet.
Fertige Programme für Athleten, die selbstständig arbeiten. Das GameSpeed Upgrade läuft über zwölf Wochen — das deckt einen großen Teil der Hinrunde ab.
Die vier Einwände, die in fast jedem Erstgespräch kommen — und zwei, die seltener gestellt, aber genauso wichtig sind.
Jede Woche ohne Reiz ist eine Woche, in der dein Sommer weiter abschmilzt. Der Rest der Hinrunde ist noch lang genug, dass es sich lohnt.
Erstes Gespräch ist kostenlos. Wir schauen uns deinen Spielplan an und klären, was in deine Woche passt — und was nicht.