Athletiktraining in der Saison

Mannschaftstraining
allein reicht nicht.
Mach mehr als die anderen.

Vier Einheiten im Verein, dazu ein Spiel — und trotzdem entwickelt sich deine Athletik nicht. Das ist kein Vorwurf an deinen Trainer: Mannschaftstraining ist für Technik, Taktik und Spielformen gebaut. Kraft, Schnelligkeit und Belastbarkeit brauchen eigene Reize. Die bekommst du in der Saison nirgends geschenkt.

⚡ 1–2 Einheiten pro Woche ✓ Um den Spieltag geplant 🛡 Verletzungsprävention 📈 Return to Competition
Athletiktraining während der laufenden Saison

Was die Hinrunde mit dir macht.

August bis Dezember: die längste Phase der Saison — und die, in der Athletik als Erstes hinten runterfällt.

📅

Der Kalender frisst die Zeit

Jedes Wochenende ein Spiel, dazwischen Vereinstraining, gelegentlich englische Wochen. Athletik ist das Erste, was gestrichen wird — weil sie sich am leichtesten streichen lässt.

Vier Monate ohne freies Zeitfenster
📉

Ohne Reiz geht es zurück

Was im Sommer aufgebaut wurde, hält nur, solange es gefordert wird. Spiele fordern — aber sie entwickeln nicht. Kraft und Explosivität brauchen einen eigenen Reiz, sonst sinken sie über die Monate ab.

Erhalten ist kein Selbstläufer
❄️

Die Winterpause repariert das nicht

Drei bis vier Wochen im Dezember und Januar reichen, um zu erhalten. Für echten Aufbau sind sie zu kurz. Wer erst dann anfängt, geht mit demselben Stand in die Rückrunde, mit dem er die Hinrunde beendet hat.

3–4 Wochen sind kein Aufbaublock
Der Saisonbogen
Aug
Saisonstart · Standortbestimmung
Sep–Nov
Erhalten & schärfen · 1–2 Einheiten pro Woche
Dez
Ende Hinrunde · Re-Test
Jan
Winterpause · kurzer Block, dann Rückrunde
Für wen ist das?

Drei Situationen.
Drei völlig verschiedene Antworten.

In der Saison ist die richtige Dosis nicht für alle gleich. Sie hängt davon ab, wie viel du spielst.

Situation 1
Der Vielspieler
Ziel: erhalten, ohne draufzupacken
„Ich spiele jedes Wochenende durch. Montags spüre ich alles. Ich weiß, dass ich im Kraftraum etwas tun müsste — aber ich habe Angst, dass ich dann am Samstag nichts mehr in den Beinen habe."
Kurze Einheiten statt zusätzlichem Umfang
Intensive Reize früh in der Woche, nie vor dem Spiel
Belastung wird gesteuert, nicht addiert
Situation 2
Der Ergänzungsspieler
Ziel: bereit sein, wenn die Chance kommt
„Ich komme auf zwanzig Minuten, manchmal auf keine. Im Training gehe ich nie ans Limit. Und wenn ich dann mal von Anfang an spiele, merke ich nach einer halben Stunde, dass mir etwas fehlt."
Fehlende Spielintensität gezielt ersetzen
Sprint- und Schnellkraftreize mit hoher Qualität
Kapazität aufbauen, solange der Kalender es zulässt
Situation 3
Der Rückkehrer
Ziel: zurück zum Wettkampf, nicht nur ins Training
„Ich bin schmerzfrei und darf wieder mitmachen. Aber im Zweikampf zögere ich. Ich will nicht raten, ob ich bereit bin — ich will es wissen, bevor ich wieder ausfalle."
Stufenweise Freigabe statt Alles-oder-nichts
Jede Stufe an objektive Tests geknüpft
Rückkehr dokumentiert, nicht erhofft
Die Methode

Die richtige Dosis.
Nicht die größte.

In der Saison entscheidet nicht der Umfang über den Fortschritt, sondern die Platzierung und die Qualität der Reize.

Pro Woche sprinten

Am Spieltag geht dein Körper an sein Maximaltempo. Wenn er das unter der Woche nie erlebt, trifft ihn diese Intensität zum ersten Mal im Zweikampf — genau dort, wo Sprintverletzungen entstehen. Ein kurzer, sauberer Sprintreiz pro Woche hält den Körper auf diese Intensität vorbereitet.

Schnellkraft & Plyometrie

Wenige, hochwertige Wiederholungen mit langen Pausen. Diese Reize bauen Kapazität auf und kosten trotzdem kaum Frische, weil das Gesamtvolumen niedrig bleibt. Genau deshalb funktionieren sie mitten in der Saison.

÷

Mikrodosierung

Statt einer langen Einheit mehrere kurze über die Woche verteilt. Das passt in volle Kalender, hält die Ermüdung flach und macht das Training planbar — auch wenn eine englische Woche dazwischenkommt.

Mehr als die anderen heißt nicht: viel zu viel.

Es heißt nicht, unnötiges Zeug zu machen, nur um es gemacht zu haben. Es heißt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und genau das zu tun, was wirklich wirkt — in der richtigen Dosis. Wie viel das bei dir ist, sage ich dir aus Erfahrung und mit objektiven Daten.

Fast jede Diskussion über Training in der Saison dreht sich um Überlastung. Der häufigere Fehler ist der andere: Der Körper bekommt monatelang keinen Reiz, auf den er sich vorbereiten müsste — und ist dann im entscheidenden Moment nicht bereit. Zu wenig ist genauso ein Fehler wie zu viel. Mein Ansatz ist konservativ, aber nicht zurückhaltend: die kleinstmögliche Dosis, die noch wirkt, konsequent über die gesamte Hinrunde.

Eine Woche um den Spieltag
Spieltag
Höchste Intensität der Woche
+1
Regeneration, lockere Bewegung
+2
Kraft mit Qualität, niedriges Volumen
−3
Sprint & Schnellkraft, kurz und intensiv
−2
Vereinstraining, kein Zusatz
−1
Kurze Aktivierung, frisch bleiben

Vereinfachte Darstellung. Die tatsächliche Verteilung hängt von Spielrhythmus, Alter, Einsatzminuten und Vorbelastung ab — und wird auf deinen Vereinskalender abgestimmt.

Prävention & Rückkehr nach Verletzung
Der zweite Grund

Zurück zum Wettkampf.
Nicht nur zurück ins Training.

Für alle, die gesund sind, ist Krafttraining in der Saison zuerst eine Schutzmaßnahme. Ein belastbarer Körper hält Zweikämpfe, Richtungswechsel und Sprints besser aus — das ist der unspektakulärste und zugleich stärkste Grund, warum Athletik in der Saison nicht wegfallen darf.

Und wenn doch etwas passiert ist: Schmerzfrei bedeutet nicht wettkampffähig. Die Rückkehr läuft über Stufen — von der kontrollierten Einzelbelastung über Teile des Mannschaftstrainings bis zum vollen Training mit Zweikampf. Jede Stufe wird geplant, periodisiert und individuell angepasst.

Freigegeben wird nicht nach Gefühl, sondern nach Messwerten: Seitenunterschiede, Kraftwerte, Sprung- und Sprintqualität. Die Leistungsdiagnostik ist dabei das Werkzeug, das die Entscheidung trägt.

Die Stufen der Freigabe
1
Einzeltraining
Kontrollierte Belastung ohne Gegner. Kraft, Bewegungsqualität, erste Läufe. Schmerz beendet die Stufe.
2
Teiltraining
Teile des Mannschaftstrainings, planbare Inhalte ohne Zweikampf. Sprint und Richtungswechsel schrittweise dazu.
3
Volles Training
Komplette Einheit inklusive Zweikampf und unvorhersehbarer Situationen. Der eigentliche Prüfstein.
4
Wettkampf
Freigabe dokumentiert. Einsatzminuten werden schrittweise gesteigert, nicht sofort auf neunzig gesetzt.
Jede Stufe wird durch objektive Tests freigegeben — nicht durch ein Bauchgefühl.

Vier Wege.
Einer passt in deine Woche.

Alle Leistungen sind mitten in der Saison buchbar. Die Diagnostik ist der empfohlene Einstieg — sie bestimmt die Dosis.

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Vor Ort

1:1 Athletiktraining

In der Saison reicht meist eine Einheit pro Woche. Der Termin wird bewusst um deinen Spieltag gelegt — früh genug, dass am Wochenende nichts fehlt.

📍 Termin richtet sich nach deinem Spielplan
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Remote

Online Coaching

Der Plan folgt deinem Spielkalender. Kommt eine englische Woche oder fällt ein Spiel aus, wird die Woche angepasst statt stur abgearbeitet.

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Fertige Programme für Athleten, die selbstständig arbeiten. Das GameSpeed Upgrade läuft über zwölf Wochen — das deckt einen großen Teil der Hinrunde ab.

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Häufige Fragen

Die vier Einwände, die in fast jedem Erstgespräch kommen — und zwei, die seltener gestellt, aber genauso wichtig sind.

Ist Athletiktraining neben vier Vereinseinheiten und einem Spiel nicht zu viel?
Nicht, wenn es dosiert wird. In der Saison arbeite ich mit niedrigem Umfang und hoher Qualität: kurze Einheiten, gezielt in der Woche platziert. Das Ziel ist nicht mehr Belastung, sondern die richtige Belastung an der richtigen Stelle. Wer stattdessen einfach zwei lange Einheiten dranhängt, hat tatsächlich ein Problem — nur ist das nicht der Ansatz.
Bin ich am Wochenende dann müde?
Nein, wenn die Einheit richtig liegt. Sprint-, Schnellkraft- und Plyometrietraining kosten bei niedrigem Volumen kaum Frische — die Belastungen sind kurz, die Pausen lang. Die intensiven Reize liegen früh in der Woche, der Tag vor dem Spiel bleibt frei davon. Genau deshalb ist die Platzierung wichtiger als der Inhalt.
Wie oft sollte ich in der Saison zusätzlich trainieren?
Ein bis zwei Einheiten pro Woche reichen in den meisten Fällen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit über die gesamte Hinrunde, nicht der Umfang einzelner Wochen. Vier Monate mit einer verlässlichen Einheit schlagen sechs Wochen mit dreien und danach nichts mehr.
Ich habe im Sommer trainiert — reicht das nicht?
Nein. Was im Sommer aufgebaut wurde, hält nur so lange, wie es einen Reiz bekommt. Spiele fordern deinen Körper, aber sie entwickeln ihn nicht — sie zehren eher. Ohne gezieltes Training geht über die Monate der Hinrunde wieder verloren, was du dir im Sommer erarbeitet hast.
Kann ich mitten in der Saison anfangen?
Ja, jederzeit. Wir starten mit dem, was dein Kalender zulässt, und bauen von dort auf. Der beste Zeitpunkt war der Sommer, der zweitbeste ist jetzt. Auf die Winterpause zu warten kostet dich die halbe Saison.
Mein Verein macht schon Athletik. Brauche ich trotzdem etwas?
Vielleicht nicht — und das sage ich dir dann auch. Wenn im Verein individuell dosiert und über die Saison gesteuert wird, ist das gut so. Mannschaftsathletik ist aber auf die Gruppe ausgelegt: gleicher Inhalt für alle, unabhängig von Einsatzminuten, Vorgeschichte und aktueller Belastung. Der Spieler mit neunzig Minuten am Wochenende und der ohne Einsatz bekommen dasselbe Programm. Genau dort entsteht die Lücke.
Hinrunde 2026/27

Jede Woche ohne Reiz ist eine Woche, in der dein Sommer weiter abschmilzt. Der Rest der Hinrunde ist noch lang genug, dass es sich lohnt.

18
Wochen bis Winterpause
1–2
Einheiten pro Woche
1
Plan
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